Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Perplexity oder Gemini, statt zu googeln: „Wer hilft in Rosenheim bei der Automatisierung von Rechnungen?“ Die Antwort nennt drei, vier Anbieter und verlinkt ein paar Quellen. Wer dort nicht vorkommt, existiert für diese Frage nicht. GEO, Generative Engine Optimization, oft auch AEO für Answer Engine Optimization genannt, heißt: dafür sorgen, dass KI-Assistenten Ihre Website finden, verstehen und als Quelle nennen. Die gute Nachricht für kleine Unternehmen: Das meiste davon ist solide Suchmaschinenarbeit. Google schreibt sogar ausdrücklich, dass es für seine KI-Übersichten keine besonderen Optimierungen braucht. Was zählt, sind klare Antworten, eine technisch saubere Website und Erwähnungen auf anderen Seiten.
Wie KI-Assistenten Quellen auswählen
Die Assistenten arbeiten unterschiedlich, aber nach einem ähnlichen Muster. Für aktuelle Fragen suchen sie im Netz, lesen ein paar passende Seiten und fassen zusammen. Welche Seiten sie lesen, hängt stark davon ab, was in der Suche gut auffindbar ist.
- Google nutzt für die KI-Übersichten und den KI-Modus die normale Suche. Voraussetzung ist, dass eine Seite indexiert ist und als Ausschnitt angezeigt werden darf. Laut einer Studie von SE Ranking erschienen KI-Übersichten im Mai 2025 bei rund 28 % von knapp 100.000 untersuchten deutschen Suchbegriffen.
- ChatGPT sucht mit dem eigenen Crawler OAI-SearchBot. Wer ihn in der robots.txt aussperrt, kann in der Suche von ChatGPT nicht als Quelle erscheinen.
- Perplexity nutzt den PerplexityBot für seine Suche.
- Claude sucht mit eigenen Crawlern, darunter Claude-SearchBot.
Wichtig: Die Crawler für die Suche sind andere als die für das Training der Modelle. Sie können das Training ausschließen, etwa GPTBot oder ClaudeBot, und trotzdem in den Suchantworten vorkommen.
Was wirklich hilft
Fragen im ersten Absatz beantworten. KI-Assistenten zitieren gern Sätze, die eine Frage direkt beantworten. Ein Artikel, der im ersten Absatz sagt, was die Sache kostet und für wen sie passt, wird eher zitiert als einer, der erst nach drei Absätzen zur Sache kommt.
Fakten, die man zitieren kann. Konkrete Zahlen mit Quelle, Preise, Orte, Namen. „4 Sekunden statt 10 Minuten pro Rechnung“ ist zitierfähig, „deutliche Zeitersparnis“ nicht.
Strukturierte Daten. Schemadaten sagen Maschinen, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo. Für ein kleines Unternehmen reichen Organisation, Person, Leistungen und häufige Fragen.
Erwähnungen auf anderen Seiten. KI-Assistenten vertrauen nicht nur Ihrer eigenen Website. Branchenverzeichnisse, Presseartikel, Vorträge, Bewertungen und Partnerseiten zählen. Das Google-Unternehmensprofil gehört gepflegt.
Eine technisch saubere Website. Schnell, für Crawler erreichbar, ohne Inhalte, die erst nach dem Laden per Skript erscheinen. Für Taxi Wasserburg war genau das der Ausgangspunkt: eine saubere Grundlage für Suche und KI-Suche, die es vorher nicht gab.
Was Sie sich sparen können
Spezielle KI-Dateien als Allheilmittel. Die llms.txt ist ein informeller Vorschlag von Jeremy Howard aus dem September 2024, eine Textdatei, die einer KI die wichtigsten Inhalte einer Website zusammenfasst. Diese Website hat eine, als Selbstversuch. Google schreibt aber ausdrücklich, dass für seine KI-Funktionen keine neuen maschinenlesbaren Dateien oder KI-Textdateien nötig sind. Schaden tut sie nicht, Wunder wirkt sie nicht.
Texte für Maschinen statt für Menschen. Was Menschen gut verstehen, verstehen auch Sprachmodelle gut. Keyword-Wiederholungen und künstliche Frage-Antwort-Blöcke helfen keinem von beiden.
Teure Tools für den Anfang. Messen können Sie zunächst mit einer Liste von Fragen und einer Tabelle.
Machen Sie den Selbstcheck
Zum Abhaken
GEO-Selbstcheck für Ihre Website
Zehn Punkte, die bestimmen, ob KI-Assistenten Sie finden und zitieren können.
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Zum Beispiel: „Elektriker in Rosenheim für Photovoltaik und Wallboxen.“ Kein Werbeslogan, sondern eine Antwort.
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Mit Preisangabe oder Preisrahmen, Ablauf und häufigen Fragen.
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In der Google Search Console unter Seiten prüfen, ob die wichtigen Seiten im Index sind.
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OAI-SearchBot, PerplexityBot, Claude-SearchBot und Googlebot sollten Ihre Seiten lesen dürfen.
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Mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google prüfen.
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Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos, aktuelle Beiträge und Antworten auf Bewertungen.
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Mit identischem Namen, Adresse und Telefonnummer überall.
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Referenzen, Praxisberichte, Beispiele, die nur Sie schreiben können.
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Lighthouse in Chrome zeigt Ladezeit und ob Inhalte ohne Verzögerung da sind.
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Zehn Fragen Ihrer Kunden, alle drei Monate an ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude gestellt.
Sichtbarkeit besprechen Ihr Stand und die offenen Punkte stehen schon in der Nachricht.
So messe ich meine eigene Sichtbarkeit
Für diese Website habe ich zehn Fragen festgelegt, die meine Kunden stellen würden, etwa „Wer bietet KI-Schulungen für Mitarbeiter in Rosenheim oder München an?“ oder „Wie kann ein kleines Unternehmen Eingangsrechnungen automatisch mit KI verarbeiten?“. Alle drei Monate stelle ich sie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude mit Websuche. Gezählt wird: genannt oder nicht, an welcher Stelle, welche Seite zitiert.
Die erste Messung im Oktober 2026 war ernüchternd: Genannt wurde SKA Pixels nur bei den Fragen nach dem eigenen Namen und nach dem KI-Meetup Wasserburg. Bei allen fachlichen Fragen kamen andere Anbieter. Das ist der Ausgangspunkt, an dem sich die neuen Leistungsseiten und Artikel messen lassen müssen.
Zusätzlich lohnt ein Blick in die Bing Webmaster Tools. Dort gibt es seit Februar 2026 einen Bericht, der zeigt, wie oft Ihre Seiten in Copilot und den KI-Zusammenfassungen von Bing zitiert werden.
Wo die Grenzen liegen
GEO ist kein Schalter. KI-Assistenten antworten nicht immer gleich, und welche Quellen sie wählen, lässt sich nicht garantieren. Wer verspricht, Sie in drei Wochen in ChatGPT nach vorn zu bringen, verspricht etwas, das niemand kontrolliert. Und: Eine Nennung in einer KI-Antwort ist kein Klick. Viele lesen die Antwort und gehen nicht weiter. Umso wichtiger ist, dass die Antwort Ihren Namen enthält.
So fangen Sie an
Machen Sie den Selbstcheck oben und schreiben Sie fünf Fragen auf, die Ihre Kunden einer KI stellen würden. Stellen Sie sie heute an ChatGPT und Perplexity und notieren Sie, wer genannt wird. In drei Monaten wiederholen Sie das.
Wenn Sie dabei Unterstützung möchten: Wie ich Websites für Suchmaschinen und KI-Antworten aufbereite, steht auf der Seite Marketing und Sichtbarkeit in KI-Antworten.